Am 06.04.2019 fanden sich rund 20 Kameraden der FF Texing für einen "Action"-Übungsvormittag im Gerätehaus zusammen, bei dem die Teilnehmer nicht wussten um welches Übungsszenario es sich handelt bzw. dass es sich um 2 Szenarios handelt.
Während der letzten Monate wurde der Übungsvormittag, der zwei verschiedene Übungsszenarien umfasste, von den Kameraden Freinberger Markus, Heindl Gerhard und Karner Gerhard erdacht, ausgearbeitet und vorbereitet. Schwerpunkte der beiden Szenarien waren die Führungsausbildung, das sichere Arbeiten im Einsatz sowie die Rettung von Verunfallten Kameraden.

Um Punkt 08:00 Uhr wurde mit der Übung begonnen, nach einer kurzen Einleitung durch Kamerad Heindl Gerhard wurden aus allen Anwesenden Teilnehmern die jeweiligen Fahrzeugkommandanten, der Einsatzleiter, die Maschinisten sowie die Atemschutzträger ausgelost.
Nachdem alle notwendigen Funktionen durch das Los besetzt wurden, erfolgte auch prompt die Alarmierung zum ersten Übungsszenario - einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person in Sonneck in der Gemeinde Texingtal.

Am Einsatzort angekommen musste festgestellt werden, dass in einem kleinen Graben ein PKW in der Böschung liegt und bereits leicht zu brennen begonnen hatte und eine Person am Beifahrersitz eingeklemmt ist. Der Fahrer des Unfallfahrzeuges stand unter Schock und versuchte ständig zum Fahrzeug zu gelangen.

Während die Besatzung des Rüst-Fahrzeuges die Brandbekämpfung und die Menschenrettung übernahm, kümmerte sich das Tankfahrzeug um den geschockten Unfallfahrer und baute zusätzlich noch einen Brandschutz mit der HD-Schnellangriffseinrichtung auf. Der während des Einsatzes bewusstlos gewordene Unfallfahrer wurde erstversorgt und betreut und danach das Unfallfahrzeug geborgen und sicher abgestellt.

Nach der erfolgreichen Bewältigung des ersten Übungsszenarios hies es für die Mannschaft zunächst wieder einrücken und Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Danach wurde eine kurze Nachbesprechung des Übungsszenarios durchgeführt und zur Überraschung der meisten Kameraden ein zweites Mal die kompletten Funktionen ausgelost. Kurz nachdem fertig ausgelost war, ertönte bereits die Hallendurchsage mit der Alarmierung zum nächsten Übungsszenario: Werkstättenbrand bei Familie Holzer in Plankenstein.

Beim Eintreffen wurde durch den Einsatzleiter sofort ein Atemschutztrupp in den bereits stark verrauchten Werkstättenbereich geschickt um die Brandbekämpfung mittels HD-Schnellangriffseinrichtung durchzuführen.
Währenddessen wurde vom Rüstfahrzeug die Wasserversorgung mittels Tragkraftspritze und B-Leitung zum Tankfahrzeug aufgebaut und "trocken" beübt.
Zwei Mann des ersten Atemschutztrupps verunfallten bei der Brandbekämpfung im Werkstättentrakt, ein Trupp-Mitglied konnte sich mit letzten Atemluftreserven aus dem Brandobjekt retten und den Einsatzleiter informieren. Sofort wurde ein zweiter Atemschutztrupp zur Rettung in das Brandobjekt geschickt.

MIttels Notrettungsset konnten die beiden verunfallten Kameraden aus dem Gefahrenbereich gerettet werden, anschließend konnte "Brand aus" gemeldet werden.
Nach der Beendigung der Übung durch die Übungsleiter wurde vor Ort noch eine Nachbesprechung durchgeführt, sowie eine Begehung der Wasserversorgungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung des Übungsobektes durchgeführt.

Die Übungsziele sind in beiden Szenarien erreicht worden und es konnte der eine oder andere verbesserungswürdige Punkt erkannt und besprochen werden. Die Zusammenarbeit der Kameraden untereinander und der Beteiligten aus der Bevölkerung funktionierte reibungslos.

 

Die Freiw. Feuerwehr Texing bedankt sich bei Familie Holzer für die zur Verfügungstellung des Übungsobjektes, bei Familie Baumgartner für die zur Verfügungstellung des Unfallfahrzeuges, bei Teufel Rudolf von der Texingtaler Theaterstub`n für seine Darbietung als Unfallfahrer sowie bei allen teilnehmenden Kameraden.

 

Bericht: Markus Freinberger
Fotos: Michael Schwarz