Am 27.08.2017 fand eine Schulungs-Übung zum Sachbereich Gefährliche Stoffe im Gerätehaus Texing statt. Die Übung gliederte sich in zwei Teile: eine theoretische Einschulung in die Kennzeichnung von Schadstoffen und Fahrzeugen die solche transportieren und einen praktischen Teil bei dem das korrekte Absperren, das Arbeiten mit Schutzanzügen der Schutzstufe 2, sowie der Bau von Auffang- & Dekobecken geübt wurde.

Die theoretische Schulung wurde von VM Markus Freinberger durchgeführt und führte den Schulungsteilnehmern die verschiedenen Kennzeichnungen an Fahrzeugen und Gebinden vor Augen. Teil der Schulung war es auch, mithilfe des "ÖBFV Blattlers" Stoffe und Gefahren rasch zu erkennen um so erste Infos zu erhalten. Hier wurde auch auf die besonderheiten beim Transport von "begrenzten Mengen" hingewiesen, welche außen nicht als Schadstofftransport deklariert werden müßen und so einiges an Überraschungs- & Gefahrenpotential für die Einsatzkräfte bergen.

Nachdem die Schulungsteilnehmer selbstständig in kleinen Gruppen mithilfe des "ÖBFV Blattlers" die vorhandenen Gefahrstoff-Gebinde identifiziert hatten, wurde noch auf das Verhalten im Schadstoffeinsatz hingewiesen und die wichtigkeit des korrekten Absperrens der betreffenden Bereiche an der Einsatzstelle betont. Danach hieß es ausrüsten mit Einsatzbekleidung und ausrücken der Fahrzeuge zum Übungsbereich.

Dort angekommen wurde ein auslaufendes Faß in einem Lagerraum entdeckt. Die Teilnehmer identifizierten den Inhalt des Faßes als Tetrachlormethan, einer farb- & geruchslosen giftigen Flüssigkeit, nach Rückfrage bei der Übungs-BAZ wurde das Ausrüsten mit Schutzstufe 2 und das Absperren des Sicherheitsbereiches angeordnet.

Die Teilnehmer rüsteten 2 Mann mit Schutzanzügen aus, welche das Faß mittels Sackkarre und Spanngurten in ein vorbereitetes, temporäres Auffangbecken aus Planen und Saugern brachte. Die restlichen Teilnehmer bauten aus einem C-Schlauch, einer Blindkupplung mit Druckventil und einem Verteiler ein zweites Becken, welches zur Dekontamination der Schutzanzugträger verwendet wurde. Danach wurde noch anhand eines angenommenen leckgeschlagenen Treibstofftanks des HFLA gezeigt, wie die gebauten Becken als Auffangwanne für Treibstoff verwendet werden können.

Die Übung wurde sehr positiv angenommen und hat einen ersten Grundstein in der Erkennung und im Umgang mit Gefährlichen Stoffen gelegt. Es nahmen insgesamt 23 Kameraden der Feuerwehr Texing teil.

 

Bericht: Markus Freinberger
Fotos: Gerhard Karner